FÜR EIN STARKES, LEBENSWERTES ADENDORF
Adendorf ist mehr als nur ein Wohnort – es ist ein Ort, an dem wir gemeinsam gestalten und zusammenleben. Unsere Gemeinde lebt von engagierten Menschen, einem starken Miteinander und einer offenen, lebendigen Gemeinschaft. Hier treffen gewachsene Strukturen auf neue Ideen, hohe Lebensqualität auf die Nähe zur Stadt Lüneburg – und schaffen so einen zukunftsorientierten Lebensraum.
Wir stehen heute vor großen Herausforderungen: Der Klimawandel ist längst auch vor Ort spürbar, gesellschaftlicher Wandel verändert unsere Lebensweise, und steigende Anforderungen an Infrastruktur, Mobilität und soziale Angebote stellen Kommunen vor neue Aufgaben. Gleichzeitig bieten diese Entwicklungen auch Chancen, unsere Gemeinde aktiv zu gestalten und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Die Gemeinde Adendorf hat bereits begonnen, Verantwortung zu übernehmen und langfristige Strategien – etwa im Bereich Klimaschutz – auf den Weg zu bringen.
Unser Anspruch ist es, diesen Weg konsequent weiterzugehen: mit klaren Zielen, verantwortungsvoller Politik und einem offenen Dialog mit allen Menschen in unserer Gemeinde.
Wir setzen uns ein für:
- eine lebenswerte und klimafreundliche Gemeinde, die Verantwortung für kommende Generationen übernimmt,
- eine starke lokale Wirtschaft und eine moderne Infrastruktur, die allen zugutekommt,
- gute Bildung, verlässliche Betreuung und attraktive Freizeitangebote für Jung und Alt,
- eine solidarische Gesellschaft, in der sich alle Menschen willkommen und sicher fühlen,
- und eine transparente, bürgernahe Politik, die Beteiligung ernst nimmt und ermöglicht.
Dabei verstehen wir Kommunalpolitik als gemeinsame Aufgabe. Die Zukunft Adendorfs wird nicht allein im Rathaus entschieden, sondern im Zusammenspiel von Verwaltung, Politik, Wirtschaft und engagierter Bürgerschaft. Beteiligung, Offenheit und Vertrauen sind für uns die Grundlage einer lebendigen Demokratie vor Ort.
Unser Ziel ist ein Adendorf, dass seine Stärken bewahrt und gleichzeitig mutig neue Wege geht: nachhaltig, sozial gerecht und wirtschaftlich stark. Eine Gemeinde, in der Lebensqualität, Zusammenhalt und Zukunftsperspektiven Hand in Hand gehen.
Dieses Wahlprogramm ist unser Angebot an Sie – für ein Adendorf, dass wir gemeinsam weiterdenken und gestalten.
DEMOKRATIE STÄRKEN – ZUSAMMENHALT SICHERN
Eine lebendige Demokratie beginnt vor Ort – in unseren Straßen, Vereinen, Schulen und im täglichen Miteinander. Auch in Adendorf zeigt sich, wie wichtig es ist, demokratische Werte nicht nur zu bewahren, sondern aktiv zu leben und weiterzuentwickeln. Denn Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie lebt vom Engagement der Menschen, vom offenen Austausch und von einer klaren Haltung gegenüber denen, die sie infrage stellen.
Wir verstehen unsere Gemeinde als einen Ort des Respekts, der Vielfalt und des Zusammenhalts. Hier sollen sich alle Menschen unabhängig von Herkunft, Lebensweise oder Überzeugung sicher und willkommen fühlen. Voraussetzung dafür ist eine starke demokratische Kultur, die Beteiligung ermöglicht, Vertrauen schafft und Transparenz in politischen Entscheidungen gewährleistet. Deshalb wollen wir den Dialog zwischen Bürger:innen, Politik und Verwaltung weiter stärken und neue Wege der Mitwirkung eröffnen.
Gleichzeitig sehen wir es als unsere gemeinsame Verantwortung, den wachsenden Herausforderungen durch Rechtspopulismus, Faschismus und Rechtsextremismus entschieden entgegenzutreten. Diese Ideologien widersprechen den Grundwerten unserer Gesellschaft. Sie spalten, grenzen aus und gefährden den Zusammenhalt. Dem Setzen wir eine klare Haltung entgegen: Für ein Adendorf, das für Offenheit, Solidarität und Menschlichkeit steht.
Dabei setzen wir nicht nur auf klare politische Positionen, sondern auch auf Prävention und Aufklärung. Bildung, Begegnung und Engagement sind die Grundlage dafür, dass demokratische Werte im Alltag verankert bleiben. Wir wollen Menschen ermutigen, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und unsere Gemeinde aktiv mitzugestalten.
Unser Ziel ist ein starkes, demokratisches Adendorf, das Vielfalt als Stärke begreift und Zusammenhalt aktiv lebt. Eine Gemeinde, in der Freiheit, Respekt und gegenseitige Wertschätzung den Alltag prägen – heute und in Zukunft.
ORTSENTWICKLUNG UND BAUEN
Die Gemeinde Adendorf soll sich so entwickeln, dass sie auch in Zukunft lebenswert bleibt: mit Grün, Platz zum Durchatmen und einer guten Infrastruktur. Deshalb setzen wir bei der Planung von Bauen und Wohnen auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Flächen. Jeder zusätzlich versiegelte Quadratmeter fehlt später für Natur, Regenwasser und Kühlung an heißen Tagen.
Innen entwickeln statt immer weiter nach außen wachsen
Wir bevorzugen, wo immer sinnvoll, die Entwicklung im Ort: Also Bauen auf bereits erschlossenen Flächen, statt neue Flächen im Außenbereich zu verbrauchen. Das kann funktionieren, wenn es Rücksicht auf Nachbarschaft, Natur und vorhandene Infrastruktur nimmt.
Wichtig ist uns dabei: Innenentwicklung darf nicht auf Kosten von Lebensqualität gehen. Dazu gehören ausreichend Grünflächen, eine gute Regenwasser-Versickerung und Lösungen, die zu Straßenbreite, Parkraum, Entwässerung und Verkehr passen.
Ausgleich für Eingriffe – zeitnah und verbindlich
Wenn neue Baugebiete entstehen, ist ein Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft vorgeschrieben. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Ausgleichsmaßnahmen zeitnah umgesetzt werden – nicht Jahre später.
Charakter bestehender Wohngebiete schützen
Die gewachsene Struktur mit Gärten und Vorgärten prägt viele Wohngebiete und macht die Gemeinde Adendorf für Alt- und Neubürger:innen attraktiv. Dieses Ortsbild soll erhalten bleiben.
Dafür braucht es Bebauungspläne für bestehende Wohngebiete, die klar regeln, wie gebaut werden kann – und die die Folgen für Nachbarschaft, Grün und Infrastruktur berücksichtigen. Wenn Grundstücke zu stark „verdichtet“ werden (z. B. durch sehr kleine Grundstücksgrößen oder zusätzliche Wohneinheiten), drohen mehr Parkdruck, mehr Versiegelung und weniger Grün. Das verändert das Kleinklima und kann bei Starkregen zum Problem werden, weil weniger Wasser versickern kann.
Bereits angestoßene Bebauungspläne für bestehende Wohngebiete („Südlich Dorfstraße“ und „Heinesiedlung“) wurden im Haushalt 2026 aus Kostengründen gestoppt. Wir halten es für wichtig, dass solche Regelungen – gerade mit Blick auf Klimaschutz, Biodiversität und Starkregen – nicht dauerhaft aufgeschoben werden.
Regeln müssen gelten – Ausnahmen dürfen nicht zur Gewohnheit werden
Bebauungspläne sollten verlässlich sein. Wenn häufig großzügige Ausnahmen zugelassen werden, entsteht schnell das Gefühl, dass Regeln nicht zählen – und es entstehen weitere Ansprüche auf Ausnahmen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Einhaltung der Pläne wieder die Regel ist.
Marktplatz und Rathausplatz – Orte, die verbinden
Der Ortskern hat sich über Jahrzehnte verändert. Der Rathausplatz sollte ein neuer Mittelpunkt werden, erfüllt diese Rolle aber bislang nur teilweise. Ideen gab es immer wieder – umgesetzt wurde wenig, auch weil Konzepte teils hohe Kosten verursacht hätten. Wir wollen Lösungen, die praxistauglich sind und sich finanziell verantworten lassen.
ENERGIE, UMWELT UND KLIMA
Klimaschutz passiert auch vor Ort. Die Gemeinde Adendorf kann konkret handeln – und oft spart frühes Handeln langfristig Geld, zum Beispiel durch weniger Energieverbrauch.
Energie sparen und selbst erzeugen
Photovoltaik auf gemeindeeigenen Dächern: Alle geeigneten Dächer gemeindeeigener Gebäude sollen mit Photovoltaik ausgestattet werden.
Energie sparen heißt Kosten sparen: Wir wollen, dass alle effizienten Möglichkeiten genutzt werden, Energie zu sparen – durch bessere Dämmung und intelligente Energienutzung in gemeindeeigenen Gebäuden.
Gebäudesanierung angehen: Für das Rathaus liegt seit vielen Jahren ein Sanierungsgutachten vor. Wir wollen, dass solche Grundlagen endlich in konkrete Schritte übersetzt werden, sobald es finanziell darstellbar ist.
Klimamanagement sichern
Die auf unseren Antrag hin geschaffene Stelle für eine:n Klimamanager:in soll erhalten bleiben. Sie hilft, Projekte Richtung Klimaneutralität voranzubringen; die Stelle wird aktuell zu 80 % gefördert.
Förderprogramme – bekannter machen und erweitern
Wir wollen, dass Umwelt-Förderprogramme besser bekannt werden – und dass ein Programm zur Entsiegelung ergänzt wird (also: unnötige versiegelte Flächen wieder wasserdurchlässig machen).
Die Förderung für Baumpflege wurde deutlich gekürzt. Wir setzen uns dafür ein, den Förderbetrag wieder zu erhöhen (von 2.000 Euro/Jahr auf 5.000 Euro/Jahr), damit mehr Anträge möglich sind.
Integriertes Klimaschutzkonzept
Das verabschiedete integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK) für die Gemeinde Adendorf hat zum Ziel bis 2045 Treibhausgasneutral zu werden. Um dieses Ziel tatsächlich zu erreichen, müssen sich die Gemeindegremien in den kommenden Jahren klar zu einem ambitionierten und engagierten Klimaschutz bekennen.
Wir Grüne sind fest entschlossen diesen Weg zum Wohle der Bürger:innen und auch künftigen Generationen zu gehen, denn die Erderwärmung ist auch in der Gemeinde Adendorf in den letzten Jahren stark vorangeschritten und wird historisch als besonders vulnerabel im IKSK ausgewiesen. Bei einer Fortsetzung des Trends der letzten Jahre könnte die Gemeinde zukünftig besonders von anhaltenden Hitzewellen betroffen sein.
Wir Grüne werden uns weiter für gute Bedingungen im Hier und Jetzt und in der Zukunft einsetzen. Konkret werden wir zu treffenden Entscheidungen am IKSK ausrichten und die vorgeschlagenen Maßnahmen weiter in unseren Handlungen aufgreifen, wo immer es möglich ist.
Bäume und Hecken schützen – Satzung konsequent umsetzen
Bäume und Hecken prägen das Ortsbild und helfen bei Hitze, Luftqualität und Artenvielfalt. Wir wollen, dass die Baum- und Heckenschutzsatzung im Sinne von Natur, Ortsbild und Klima konsequent angewendet wird – für das Wohlbefinden der Bürger:innen und den Schutz der Artenvielfalt.
Sauberer Boden, sauberes Wasser – Pachtflächen verantwortungsvoll bewirtschaften
Zum Schutz von Boden und Trinkwasser wurden Beschlüsse gefasst, die die Ausbringung bestimmter Stoffe auf gemeindeeigenen Äckern verhindern sollen (z. B. Klärschlamm sowie Glyphosat und bestimmte Insektizide in Pachtverträgen). Uns ist wichtig, dass solche Beschlüsse auch tatsächlich umgesetzt werden.
Große Bäume für eine lebenswerte Gemeinde
Bäume sind weit mehr als ein Gestaltungselement im Ortsbild. Sie sind natürliche Klimaanlagen, Wasserspeicher und Lebensräume. Angesichts zunehmender Hitzeperioden und längerer Trockenphasen kommt ihnen eine immer größere Bedeutung für die Lebensqualität in unserer Gemeinde zu.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass bei Neupflanzungen und Ersatzpflanzungen wenn möglich großwüchsige und standortgerechte Baumarten bevorzugt werden. In den vergangenen Jahren wurden vielerorts vor allem kleinkronige Bäume gepflanzt. Diese können wichtige Funktionen erfüllen, erreichen jedoch bei weitem nicht die ökologische und klimatische Wirkung großer Bäume.
Großkronige Bäume spenden deutlich mehr Schatten und senken an heißen Tagen die Umgebungstemperatur. Sie verbessern das Mikroklima, reduzieren die Aufheizung von Straßen, Plätzen und Gebäuden und tragen damit unmittelbar zum Wohlbefinden der Menschen bei.
Darüber hinaus fördern große Bäume den natürlichen Wasserkreislauf. Ihre tiefreichenden Wurzeln lockern den Boden, verbessern dessen Wasserspeicherfähigkeit und unterstützen die Versickerung von Regenwasser. So wird die Grundwasserneubildung gefördert und gleichzeitig das Risiko von Oberflächenabfluss und lokalen Überflutungen bei Starkregen reduziert.
Große Bäume binden außerdem deutlich mehr Kohlendioxid, filtern Schadstoffe aus der Luft und bieten zahlreichen Tierarten Nahrung und Lebensraum. Sie sind damit ein wichtiger Beitrag zum Klima-, Arten- und Gesundheitsschutz.
Unser Ziel ist es, jeden geeigneten Standort in der Gemeinde darauf zu prüfen, ob dort ein großwüchsiger Baum wachsen kann. Wo ausreichend Platz vorhanden ist, sollen Bäume gepflanzt werden, die ihre volle ökologische Wirkung entfalten können – auf öffentlichen Flächen, in Neubaugebieten, entlang von Straßen und auf kommunalen Grundstücken.
Für uns gilt: Wer heute große Bäume pflanzt, investiert in die Lebensqualität der nächsten Generationen. Eine grüne Gemeinde braucht starke Wurzeln und große Kronen.
Mehr Natur am Wegesrand und in Beeten
Wegerandstreifen in kommunalem Eigentum sollen wieder als natürliche Saumstrukturen erhalten werden. Das schafft Lebensraum für Tiere und bietet Nahrung für Wildbienen und Honigbienen. Wir setzen uns dafür ein, dass gemeindeeigene Randstreifen nicht weiter mit umgepflügt werden.
Auch Straßenbegleitgrün kann ökologisch wertvoll sein. Wir wollen, dass Beete stärker mit mehrjährigen Stauden bepflanzt werden, die Insekten Nahrung bieten. Ein entsprechender Grüner Antrag wurde beschlossen; wir wollen, dass die Umsetzung vorankommt.
Umweltbeauftragte:n besser einbinden
Das Ehrenamt der/des Umweltbeauftragten soll nicht nur symbolisch sein. Wir wollen, dass dieses Fachwissen bei Themen wie Bauen, Beschaffung, Verkehrsentwicklung sowie Natur- und Artenschutz regelmäßig einbezogen wird.
Wasser
Wasser ist unser Zukunftskapital
Wasser ist die Grundlage unseres Lebens, unserer Natur und unserer wirtschaftlichen Entwicklung. Als Gemeinde mit rund 11.000 Einwohner:innen tragen wir gemeinsam Verantwortung dafür, diese wertvolle Ressource zu schützen und für kommende Generationen zu sichern. Dabei setzen wir auf Zusammenarbeit, Eigenverantwortung und pragmatische Lösungen statt auf Bevormundung.
Gemeinsam Lösungen entwickeln – Arbeitsgemeinschaft Wasser
Die Herausforderungen rund um Wasser, Trockenheit, Starkregen und Hochwasserschutz betreffen uns alle. Deshalb wollen wir eine Arbeitsgemeinschaft Wasser einrichten. Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Fachverbände, Landwirte und Gewerbetreibende sollen gemeinsam Ideen entwickeln und Maßnahmen erarbeiten.
Ein entsprechender Antrag wurde bislang abgelehnt. Wir werden ihn erneut einbringen, weil nachhaltige Lösungen nur im Dialog entstehen.
Mehr Wasser im Boden halten – Entsiegelung fördern
Jeder Quadratmeter versiegelter Fläche verhindert die natürliche Versickerung von Regenwasser. Die Folgen sind sinkende Grundwasserstände, höhere Hochwasserrisiken und eine stärkere Aufheizung unserer Gemeinde.
Deshalb wollen wir:
§ kommunale Flächen systematisch auf Entsiegelungspotenziale prüfen,
§ Förderprogramme für die Entsiegelung privater Grundstücke schaffen,
§ bei Neubaugebieten ausreichend Versickerungs- und Grünflächen verbindlich einplanen,
§ Regenwasser möglichst dort zurückhalten, wo es fällt.
Bewusstsein schaffen statt Vorschriften erlassen
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser gelingt am besten durch Information und Motivation. Wir setzen auf Aufklärung über Wasserverbrauch, Regenwassernutzung und den Umgang mit Oberflächenwasser. Wer die Zusammenhänge kennt, handelt oft freiwillig nachhaltig.
Deshalb setzen wir auf Beratung, Bürgerinformation und praktische Beispiele statt auf zusätzliche Verbote.
Warum wir jetzt handeln müssen
Der Klimawandel bringt längere Trockenperioden, sinkende Grundwasserstände und gleichzeitig häufiger auftretende Starkregenereignisse. Wasser wird zunehmend zu einem entscheidenden Standort- und Lebensqualitätsfaktor.
Eine vorausschauende Wasserpolitik schützt unsere Natur, stärkt die Widerstandsfähigkeit unserer Gemeinde und sichert die Lebensqualität für heutige und zukünftige Generationen.
Teichaue
Die Teichaue ist eine wichtige grüne Oase in der Gemeinde Adendorf. Viele Adendorfer:innen nutzen sie als wohnortnahe Erholungsfläche. Kinder können Natur erleben, am Bach spielen und sich auf Freiflächen bewegen. Blühflächen sind nicht nur schön, sondern auch Nahrung für Insekten. Diese Teichaue wollen wir schützen und behutsam weiterentwickeln.
Fitness-Geräte wurden inzwischen umgesetzt. Zusätzlich wollen wir die Aufenthaltsqualität verbessern – etwa durch mehr Sitzgelegenheiten, Tische und weitere Angebote für Kinder.
Kirchwald
Der Kirchwald ist ein wertvoller Naherholungsraum und der letzte innerörtliche Rest früherer Kiefernwälder Richtung Lüneburg. Nach klimabedingten Schäden hat sich standortfremdes Gehölz ausgebreitet. Wir schlagen vor, gemeinsam mit dem Forstamt ein standortgerechtes Vorgehen festzulegen und notwendige Neupflanzungen zeitnah umzusetzen.
Abfallvermeidung
Bei Veranstaltungen in öffentlichen Einrichtungen und auf gemeindeeigenen Flächen sollen Speisen und Getränke in wiederverwendbaren Behältnissen ausgegeben werden. Diese beschlossene Regelung soll konsequent eingehalten werden.
Marktplatz und öffentlicher Raum
Der Marktplatz ist ein wichtiger Ort der Begegnung. Veranstaltungen wie Nikolausmarkt oder Kirchwegsause zeigen, wie sehr solche Orte die Gemeinde verbinden. Damit der Marktplatz gut genutzt werden kann, braucht es klare, transparente und praxistaugliche Regeln – etwa bei Genehmigungen und in der Sondernutzungssatzung. Wir setzen uns dafür ein, dass Verfahren verständlich sind und vielfältige Formate möglich bleiben.
MOBILITÄT
Mobilität ist für die Menschen ein wichtiges Grundrecht, dass wir GRÜNE in der Gemeinde Adendorf bestmöglich unterstützen. Alle Verkehrsteilnehmenden sollen sich möglichst sicher und verlässlich fortbewegen können – zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto oder mit dem Bus. Die Bedingungen vor Ort sind nicht überall ideal und verlangen oft Rücksicht und Kompromisse von allen Verkehrsteilnehmenden. Umso wichtiger ist es, bestehende Wege und Strukturen so zu gestalten, dass sie im Alltag gut funktionieren.
Unser Ziel ist eine Mobilität, die die unterschiedlichen Bedürfnisse in der Gemeinde Adendorf berücksichtigt: für Autofahrende, Radfahrende und Fußgänger:innen. Besonders wichtig sind uns dabei sichere Wege für Kinder, Familien und Senior:innen. Eine perfekte Lösung für jede einzelne Gruppe wird es unter den gegebenen Bedingungen nicht immer geben. Aber wir wollen Schritt für Schritt Verbesserungen erreichen, die den Alltag sicherer und einfacher machen.
Viele Fachleute – etwa aus Verkehrsplanung, Polizei und Straßenverkehrsbehörden – weisen darauf hin, dass Radfahrende innerorts auf der Fahrbahn oft am sichersten unterwegs sind. Deshalb unterstützen wir die aktuelle Verkehrsführung auf den Straßen grundsätzlich. Gleichzeitig ist klar: Adendorf ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen. Damit ist auch die Zahl der Verkehrsteilnehmenden deutlich gestiegen. Rücksicht, klare Regeln und gute Wege sind deshalb wichtiger denn je.
Mit dem heutigen Stand ist der Verkehr für viele bereits sicherer geworden. Dennoch wollen wir weitere Verbesserungen erreichen. Dazu gehört auch, alternative Routen zu optimieren und den Verkehr auf den Hauptverkehrswegen nach Möglichkeit zu entlasten.
Die Maßnahmen aus der bereits beschlossenen Fortschreibung des Verkehrsentwicklungskonzepts sollen umgesetzt werden. Dafür setzen wir uns ein.
Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV)
Mit der Einführung der „Moin“ wurde der Busverkehr für Erbstorf und den östlichen Teil Adendorfs weiter eingeschränkt. Hier braucht es eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis Lüneburg, um den Takt wieder zu verbessern.
Der barrierefreie Umbau der Haltestellen soll 2026 mit Fördermitteln abgeschlossen werden.
Für einen Bahnhaltepunkt in Adendorf haben wir uns seit vielen Jahren eingesetzt. Er wurde nun realisiert. Wir setzen uns dafür ein, dass der Haltepunkt sinnvoll in die örtliche Verkehrsstruktur eingebunden wird – damit er im Alltag gut nutzbar ist.
Fußgänger:innen
Gehwege sollen in einen guten Zustand gebracht werden. Außerdem sollen weitere Bordsteine abgesenkt werden.
Parken auf Gehwegen wollen wir nicht zulassen, damit Wege sicher nutzbar bleiben – auch mit Rollator oder Rollstuhl.
Fahrradverkehr
Das Fahrrad ist – neben dem Zufußgehen – ein kostengünstiges Verkehrsmittel im Alltag. Mehr Radverkehr entlastet Straßen und verbessert die Bedingungen für alle Bürger:innen in der Gemeinde Adendorf.
Wir wollen den Radverkehrsanteil in Adendorf weiter erhöhen. Dafür sollen die innerörtlichen Radführungen verbessert werden. Weil der Verkehrsraum in Adendorf vielerorts zu schmal für separate Radwege oder Radspuren ist, soll geprüft werden, wie eine sichere und angenehme Führung für alle Verkehrsteilnehmenden erreicht werden kann.
Konkrete Schritte:
- Geeignete Straßen sollen zu Fahrradstraßen umgewidmet werden, um dem Radverkehr mehr Raum zu geben und den Autoverkehr zu entschleunigen.
- Radverbindungen zu den Nachbargemeinden – besonders zur Stadt Lüneburg – sollen verbessert werden. Dazu gehört auch die bereits in Planung befindliche Premiumfahrradroute von Lüneburg über Adendorf nach Scharnebeck.
Tempo 30
Wir stehen für Verkehrsberuhigung im Ort. Ziel ist, dass alle Verkehrsteilnehmenden sicher unterwegs sein können und dass Lärm und Abgase reduziert werden.
Die rechtlichen Möglichkeiten für Tempo 30 haben sich erweitert. Diese Spielräume wollen wir nutzen – insbesondere dort, wo es um Verkehrssicherheit und Lärmschutz geht.
Unser Ziel bleibt eine möglichst flächendeckende Reduzierung der Geschwindigkeit. Wo rechtlich möglich, setzen wir uns für zusammenhängende Tempo-30-Zonen und verkehrsberuhigte Bereiche ein – statt nur kurzer Einzelabschnitte.
Autobahn A39
Wir setzen uns weiterhin gegen den Bau der A39 ein.
Wir wollen die Wohnqualität der Adendorfer:innen nicht durch Staub, Abgase und vor allem dauerhaften Lärm beeinträchtigen. Das gilt ebenso für Bürger:innen in anderen Gemeinden.
Ein von der GRÜNEN Landtagsfraktion in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Wirtschaftlichkeit der A39 nicht gegeben ist.
Die bestehenden Planungen sehen beim Ausbau der Ostumgehung zur A39 den Wegfall des Lärmschutzwalls für Adendorf vor. Auf unseren Antrag hin wurde die Forderung nach neuem Lärmschutz in die Einwendungen der Gemeinde Adendorf als Träger öffentlicher Belange aufgenommen, wurde aber in der Abwägung des weiteren Planverfahrens nicht berücksichtigt.
Falls die A39 dennoch gebaut wird, werden wir weiterhin wirksame Lärmschutzmaßnahmen einfordern.
Straßenausbaubeitragssatzung (STRABS)
Wir GRÜNE meinen, dass die zurzeit gültige STRABS nicht ausgewogen ist. Ein zentrales Problem besteht darin, dass Anlieger:innen an den Hauptverkehrswegen durch häufigere Grunderneuerungen sowie den aufwendigeren Aufbau von Straßen und Gehwegen eine deutlich höhere finanzielle Last tragen als Anlieger:innen in reinen Wohnstraßen. Diese Ungleichheit erscheint uns vor dem Hintergrund fragwürdig, dass diese Hauptverkehrsadern nicht nur von den direkt Anliegenden genutzt werden, sondern von allen Bewohner:innen des Ortes, die zu ihren Häusern gelangen, sowie von Besucher:innen und essenziellen Dienstleistern wie Paketdiensten und Müllfahrzeugen, die auf diesen Routen ihr Ziel erreichen müssen. Damit widerspricht die derzeitige Regelung dem Vorteilsprinzip. Wer eine Straße überwiegend nutzt, sollte auch den größten Anteil der Kosten tragen. Wenn Hauptverkehrsstraßen zu einem großen Teil vom allgemeinen Verkehr genutzt werden, kann nicht der überwiegende Teil der Sanierungskosten den Anlieger:innen auferlegt werden.
Trotz dieser Kritik erteilen wir der populistischen Forderung nach einer kompletten Abschaffung der STRABS jedoch eine deutliche Absage. Es ist wichtig, die finanziellen und strukturellen Konsequenzen einer solchen Entscheidung realistisch einzuschätzen. Nicht nur die Hauptverkehrswege, sondern auch viele Wohnstraßen in Adendorf sind sanierungsbedürftig. Würde man die Beitragsregelung einfach streichen und die gesamten Kosten für Straßenerneuerungen ausschließlich über Steuereinnahmen finanzieren, müsste die Grundsteuer drastisch erhöht werden. Dies hätte weitreichende Folgen: Zum einen müssten 54 Prozent der erhobenen Steuern als Kreisumlage an den Landkreis abgeführt werden. Zum anderen würde eine solche Steuererhöhung vermutlich die Steuermesszahl der Gemeinde Adendorf erhöhen, was wiederum zu einer Senkung der Schlüsselzuweisungen durch das Land Niedersachsen führen könnte. Besonders kritisch ist zudem, dass sich bei einer pauschalen Abschaffung keine Ausnahmen für diejenigen Anlieger machen ließen, die bereits hohe Beiträge für die Sanierung der westlichen Dorfstraße geleistet haben. Diese würden im schlimmsten Fall doppelt belastet: einmal durch die bereits gezahlten Beiträge und erneut durch die allgemeine Steuererhöhung.
Aus diesen Gründen befürworten wir eine prozentuale Reduzierung der Beiträge für Anlieger:innen an den Hauptverkehrswegen, die sich am tatsächlichen Nutzungsgrad orientiert. Zwar würden auch wir Grünen die STRABS am liebsten vollständig abschaffen, doch verantwortungsvolles politisches Handeln muss über die Dauer einer einzelnen Ratsperiode hinausdenken und die komplexen finanziellen Verflechtungen berücksichtigen.
Unser Vorschlag ist daher eine differenzierte Beitragslast, die die Nutzung widerspiegelt. Wenn beispielsweise Hauptverkehrswege wie Dorfstraße, Im Suren Winkel oder Kirchweg nur zu etwa 20 Prozent von den Anwohner:innen selbst genutzt werden und zu 80 Prozent vom Durchgangsverkehr, dann sollte auch die prozentuale Beteiligung der Anlieger:innen an den Kosten einer Grunderneuerung der Fahrbahn auf maximal 20 Prozent begrenzt werden. Es ist hierbei wichtig zu betonen, dass eine echte Grunderneuerung erst dann vorliegt, wenn auch der Unterbau und die Versorgungsleitungen erneuert werden; reine Erneuerungen der Deckschicht werden bereits heute aus dem allgemeinen Haushalt der Gemeinde Adendorf finanziert.
Wir fordern daher dringend, dass diese notwendige Überarbeitung der STRABS endlich diskutiert und beschlossen wird, anstatt weiter abzuwarten. Eine faire Verteilung der Kosten ist möglich, wenn man die unterschiedlichen Nutzungsintensitäten anerkennt und die Beiträge entsprechend anpasst. Dies wäre ein Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit, ohne die kommunale Finanzplanung zu gefährden. Außerdem sollen Fördermittel künftig vor der Aufteilung der Gesamtkosten auf Gemeinde und Anlieger abgezogen werden. Anders als bisher sollen die Fördermittel nicht ausschließlich dem Gemeindehaushalt zugutekommen, sondern auch den Anliegeranteil mindern. Diese seit der letzten Abrechnung bestehende Fördermöglichkeit ist künftig zu nutzen und in der STRABS festzulegen.
KINDER, JUGEND UND FAMILIE
Ein guter Start ins Leben braucht verlässliche Rahmenbedingungen für Familien und ihre Kinder. In der Gemeinde Adendorf ist in den vergangenen Jahren viel passiert. Daran wollen wir anknüpfen und die Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien weiterentwickeln.
Platz für Kinder und Jugendliche
Kinder brauchen Raum zum Spielen, Bewegen und Entdecken – in allen Altersgruppen. Viele Spielplätze wurden bereits modernisiert. Diesen Weg wollen wir fortsetzen und gezielt ergänzen. Besonders wichtig ist uns, dass Spielräume inklusiv gestaltet sind und allen Kindern Teilhabe ermöglichen.
Wir setzen uns dafür ein, bestehende Spielplätze zu erhalten und weiter zu verbessern. Gleichzeitig wollen wir Angebote für ältere Kinder und Jugendliche ausbauen und inklusive Spiel- und Freizeitangebote stärken.
Adendorf soll eine Gemeinde sein, in der Familien sich sicher und selbstständig bewegen können. Dazu gehören sichere Schul- und Kitawege, Verkehrsberuhigung, sichere Querungen, gute Beleuchtung und eine klare Wegeführung. Ebenso wichtig ist eine hohe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum für alle Generationen.
Kernpunkte:
- Spielplätze erhalten, verbessern und gezielt ergänzen
- Inklusive Spiel- und Freizeitangebote stärken
- Angebote für ältere Kinder und Jugendliche ausbauen
- Sichere Schul- und Kitawege, Beleuchtung und Querungen verbessern
- Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum für alle Generationen erhöhen
Jugend
Die Jugendarbeit in Adendorf hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Das Jugendzentrum ist ein lebendiger Ort der Begegnung, Beteiligung und Unterstützung junger Menschen. Diese Entwicklung wollen wir weiter stärken.
Unser Ziel ist es, das Jugendzentrum bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, attraktive Angebote und Öffnungszeiten zu sichern und eine zeitgemäße Ausstattung zu gewährleisten.
Kinder und Jugendliche sollen aktiv an Entscheidungen beteiligt werden. Außerdem wollen wir kostenfreie und kostengünstige Ferien- und Freizeitangebote fördern.
Ehrenamtliches Engagement junger Menschen verdient Wertschätzung. Auch wenn eine finanzielle Anerkennung in der letzten Ratsperiode keine Mehrheit fand, begrüßen wir Sachleistungen wie Saisonkarten für Freibad oder Eisstadion als ersten Schritt.
Das Kinder- und Jugendforum sowie der Jugendrat sind zentrale Bausteine der Jugendbeteiligung. Wir wollen beide Gremien weiterhin stärken und unterstützen. Für uns ist klar: Empfehlungen und Ergebnisse dieser Formate müssen im Gemeinderat ernsthaft geprüft und berücksichtigt werden.
Die Kinder- und Jugendarbeit in Vereinen und der Feuerwehr bleibt ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Adendorf. Wir setzen uns dafür ein, dass diese wertvolle Arbeit weiterhin gute Rahmenbedingungen erhält.
Kitas – Frühkindliche Bildung
Frühkindliche Bildung ist die Grundlage für Chancengerechtigkeit. Gute Kindertagesstätten (Kitas) sind eine Investition in die Zukunft. Mit der neuen Sport-Kita wurden zusätzliche Krippen- und Kindergartenplätze geschaffen. Dadurch hat sich die Betreuungssituation spürbar verbessert und provisorische Lösungen konnten reduziert werden.
Wir Grüne wollen eine bedarfsgerechte Förderung der Kinder und fordern, den Wechsel von der Krippe in den Kindergarten künftig auch innerhalb des Kita-Jahres zu ermöglichen. Wir begrüßen die geplante Sanierung und Weiterentwicklung des Adolph-Holm-Kindergartens und setzen uns für eine zügige Umsetzung ein.
Unser Ziel sind verlässliche und bedarfsgerechte Kitaplätze für alle Familien – mit hoher Betreuungsqualität durch ausreichend Fachpersonal (mindestens zwei ausgebildete Erzieher:innen). Dazu gehören auch gute Übergangslösungen und eine verlässliche Umsetzung beschlossener Maßnahmen ohne unnötige Verzögerungen. Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt dabei ein zentrales Anliegen.
Ein zentraler Bestandteil bleibt: keine Schließzeiten in den Sommerferien für unsere Kitas. Familien brauchen Verlässlichkeit – gerade in den Ferien. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Einrichtungen auch künftig ohne reguläre Schließwochen auskommen und Eltern Planungssicherheit behalten.
Gesund aufwachsen & Prävention
Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur Betreuung und Bildung, sondern auch Unterstützung für ihre mentale und soziale Gesundheit. Wir wollen bestehende gute Ansätze stärken und dort ergänzen, wo kommunale Möglichkeiten bestehen.
Dazu gehört die Förderung präventiver Projekte in Schulen und Einrichtungen sowie die Unterstützung von Programmen wie „Gelbe Tomaten“ und ähnlichen Gesundheits- und Ernährungsprojekten. Kooperationen zwischen Gemeinde, Schulen, Vereinen und externen Partnern sollen weiter gestärkt werden. Niedrigschwellige Angebote sollen sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig Unterstützung erhalten.
Schule
Schule hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Ganztagsschule mit Mittagessen und verlässlicher Betreuung ist heute Realität. Mit dem Rechtsanspruch ab dem Schuljahr 2026/27 wird Ganztag für Grundschulkinder schrittweise verbindlich. Ganztag darf dabei nicht nur „Aufbewahrung“ sein, sondern muss gute Bildung und gute Betreuung verbinden.
Als Gemeinde Adendorf sind wir unmittelbar für die Grundschule verantwortlich. Deshalb ist es unsere Aufgabe, im Rahmen unserer Möglichkeiten das Beste für die nächste Generation zu erreichen. Die Grundschule legt – gemeinsam mit der frühkindlichen Bildung – den Grundstein für den weiteren Bildungsweg.
Ganztag mit Qualität
Wir setzen uns für ein verlässliches Ganztagsangebot ein, das gut organisiert ist und von ausreichend qualifiziertem Personal getragen wird. Dazu gehören pädagogisch sinnvolle Angebote und ein Schulalltag, der Kinder nicht überfordert, sondern stärkt.
Kooperationen mit Vereinen sowie Kultur- und Bildungsträgern wollen wir gezielt stärken. So kann Ganztag ein echter Lebensraum werden – mit Bewegung, Kreativität und sozialen Angeboten, die im Alltag entlasten.
Ein gesundes, abwechslungsreiches und bezahlbares Mittagessen ist dafür zentral. Wir setzen uns dafür ein, dass weiterhin mit lokalen Partnern zusammengearbeitet wird und Qualität und Preis in einem guten Verhältnis bleiben.
Gebäude und Schulentwicklung – jetzt zügig entscheiden
Der bauliche Zustand der Grundschule ist schlecht. Wichtige Entscheidungen wurden in der Vergangenheit zu lange hinausgezögert. Für uns ist klar: Schulentwicklung muss gemeinsam mit der Schulleitung gestaltet werden – transparent, fachlich fundiert und an den Bedürfnissen der Kinder und des Kollegiums orientiert.
Wir sind offen für eine Sanierung und Erweiterung am Standort Weinbergsweg, wenn das die sinnvollste und realisierbare Lösung ist. Gleichzeitig schließen wir andere Varianten nicht aus, wenn sie bei Verfügbarkeit, finanzieller Machbarkeit und Organisation überzeugender sind.
Entscheidend ist, dass zeitnah eine tragfähige und zukunftssichere Lösung gefunden wird, damit Kinder, Lehrkräfte und Familien nicht weiter auf notwendige Verbesserungen warten müssen.
Bauphase – Unterricht muss zuverlässig weiterlaufen
Besonders wichtig ist uns, dass der Schulbetrieb während der Bau- und Sanierungsphase zuverlässig funktioniert. Eine Bauzeit von bis zu zehn Jahren darf nicht zu Lasten der Kinder gehen. Deshalb setzen wir uns für gute Übergangslösungen ein, die Unterricht und Betreuung absichern.
Sport, Räume und Schulhof – Schule ganzheitlich denken
Zur Schule gehört auch eine gute sportliche Infrastruktur. Die bestehende Einfeld-Turnhalle reicht dafür nicht aus. Wir setzen uns für den Bau einer modernen Dreifeld-Sporthalle ein, die sowohl von der Schule als auch von örtlichen Vereinen genutzt werden kann.
Darüber hinaus wollen wir Schule ganzheitlich entwickeln: Neben modernen Unterrichtsräumen brauchen Kinder Rückzugs- und Ruheräume, attraktive Außenbereiche, grüne Lernorte und Möglichkeiten für Bewegung und Naturerfahrung. Auch die digitale Ausstattung der Grundschule wollen wir weiter stärken.
Unser Ziel: eine moderne, gut ausgestattete und gerechte Grundschule in der Gemeinde Adendorf – mehr als ein Lernort: ein Ort, der Bildung, Entwicklung und Wohlbefinden verbindet.
SOZIALES
Soziales Miteinander stärken
Kinderladen im Kirchwald – gelebtes Engagement
Der Kinderladen im Kirchwald ist in den vergangenen Jahren zu einer festen Einrichtung geworden. Möglich ist das durch beeindruckendes ehrenamtliches Engagement: Es kommen regelmäßig Spenden zusammen, die direkt Kindern und Jugendlichen zugutekommen. Wir haben dieses Projekt von Beginn an unterstützt und danken allen Ehrenamtlichen, die damit einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten.
Unterkünfte für obdachlose Menschen und Geflüchtete
Eine neue, dringend benötigte Unterkunft für obdachlose Menschen und Geflüchtete wird seit Jahren geplant. Ein bereits erarbeiteter Entwurf wurde aufgrund zu hoher Kosten bislang nicht umgesetzt. Wir Grüne setzen uns seit langem konsequent für eine menschenwürdige, nachhaltige und bedarfsgerechte Unterkunft ein – und werden dieses Engagement weiterhin mit Nachdruck verfolgen.
Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, die Außenanlagen der Unterkünfte gemeinsam mit den dort lebenden Menschen sowie ehrenamtlich Engagierten naturnah und einladend umzugestalten. So kann die Aufenthaltsqualität verbessert, das Miteinander gestärkt und gleichzeitig ein Beitrag zum Natur- und Klimaschutz geleistet werden.
Foodsharing und Kooperationen gegen Lebensmittelverschwendung
Die Zusammenarbeit zwischen der Emmaus-Kirchengemeinde und der Initiative Foodsharing, die gemeinsam einen „Fairteiler“ aufgebaut haben, ist ein wertvoller Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung. Wir setzen uns dafür ein, solche Projekte weiter zu fördern und sichtbarer zu machen.
Ehrenamt sichtbar machen – Ehrenamtsbörse
Ehrenamt ist das Rückgrat einer lebendigen Gemeinde. Deshalb setzen wir uns für eine Ehrenamtsbörse ein. Sie soll Engagement sichtbar machen, Menschen miteinander verbinden und neue Möglichkeiten eröffnen, sich einzubringen.
Unser Leitbild
Wir stehen für eine Gesellschaft, die niemanden zurücklässt. Deshalb stärken wir öffentliche Angebote in der Sozialprävention, der Kinder- und Jugendarbeit sowie in sozialen Diensten.
Marktplatz als lebendiger Ort
Der Marktplatz soll ein Ort sein, an dem die Gemeinde Adendorf zusammenkommt. Wir setzen uns dafür ein, dass er häufiger für kulturelle und gemeinschaftliche Veranstaltungen genutzt werden kann – durch Vereine, Verbände und auch politische Initiativen.
Dazu gehören Formate wie:
- Nikolausmarkt
- Kirchwegsause
- Pflanzenbörse
- Ehrenamtsveranstaltungen
Ehrenamt fördern – Potenziale nutzen
Kompetenzen der Babyboomer einbinden
Viele Menschen der Babyboomer-Generation gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Viele sind fit, engagiert und bringen wertvolle Erfahrungen mit. Für Schulen, Kitas und Vereine kann das eine große Unterstützung sein. Wir möchten Strukturen schaffen, damit sich diese Generation freiwillig einbringen kann – dort, wo Hilfe gebraucht wird.
Ehrenamt stärken
Wir wollen das Ehrenamt in der Gemeinde Adendorf nachhaltig stärken. Dazu sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Engagement erleichtern, vernetzen und wertschätzen. Ehrenamt braucht Orte, gute Abläufe und Anerkennung.
Haus der Generationen – ein Ort für alle
Wir wollen einen zentralen Ort schaffen, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen: ein Haus der Generationen.
Ein Ort für:
- Begegnung und Austausch
- Bildung und Kultur
- gemeinsames Feiern und geselliges Beisammensein
- gegenseitiges Lernen:
- Junge erklären Älteren digitale Themen, Computer oder KI
- Ältere zeigen Jüngeren, wie man repariert, kocht oder handwerklich arbeitet
Ein solcher Treffpunkt kann Einsamkeit entgegenwirken und das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde Adendorf stärken. Wir setzen uns dafür ein, Fördermittel für dieses Projekt einzuwerben und die Umsetzung gemeinsam mit der Bürgerschaft zu gestalten.
Mehr Bürgerbeteiligung für Adendorf
Wir wollen die Bürgerbeteiligung in der Gemeinde Adendorf weiterentwickeln. Künftig sollen Bürger:innen eigene Vorschläge einbringen können, über die ein Bürger:innen-Rat berät.
Einmal im Jahr soll dieser Bürger:innen-Rat ein Schwerpunktthema bearbeiten und einen konkreten Vorschlag für den Gemeinderat erarbeiten. So entsteht ein transparentes Verfahren, das die Perspektiven der Menschen vor Ort stärker einbindet.
KULTUR
Partnergemeinden
Die Partnerschaften mit Saint Romain de Colbosc und Wagrowiec sollen weiterhin aktiv gelebt und mit Zukunftsperspektiven unterstützt werden. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Völkerverständigung.
Durch unseren Antrag wurde der Haushaltstitel „Internationale Jugendarbeit“ wieder eingeführt. Wir setzen uns seit Jahren dafür ein, dass er nicht wieder gestrichen wird, damit Schulklassen, Jugendfeuerwehren und Jugendmannschaften Zuschüsse für Besuche in den Partnergemeinden erhalten können.
Bibliothek
Die Bibliothek hat ihr Angebot in den letzten Jahren deutlich erweitert und ist – auch dank des engagierten Teams – zu einem zentralen Treffpunkt in der Gemeinde Adendorf geworden. Wir setzen uns dafür ein, dass sie mindestens auf dem heutigen Niveau erhalten bleibt und die Zusammenarbeit mit der Grundschule und den Kindergärten weitergeführt und gestärkt wird.
Serenade
Die Adendorfer Serenade ist ein fester Bestandteil des kulturellen Angebots. Um dieses Angebot weiterhin auf hohem Niveau anbieten zu können, möchten wir stärker auf ein von Sponsor:innen getragenes Budget setzen und das Programm um Jazz und Kleinkunst erweitern.
SPORT UND FREIZEIT
Die Gemeinde Adendorf besitzt einen hohen Freizeitwert durch ihre vielfältigen Sport- und Freizeitanlagen. Sie sind wichtige Orte der Begegnung, Bewegung und Gemeinschaft für Menschen aller Generationen. Wir setzen uns dafür ein, diese Angebote zu erhalten, weiterzuentwickeln und für alle zugänglich zu machen.
Freibad – ein Ort für Begegnung, Gesundheit und Lebensqualität
Mit der Wiedereröffnung des sanierten Freibads gewinnt die Gemeinde Adendorf einen zentralen Ort zurück, der weit mehr ist als eine Sport- oder Freizeitanlage. Das Freibad ist ein Treffpunkt für Familien, Kinder, Jugendliche, Senior:innen, Vereine und Besucher:innen aus der Region.
Wichtig ist uns, dass das Freibad ein Ort bleibt, an dem sich alle Menschen wohlfühlen und teilhaben können. Das neue Kleinkindbecken und der inklusive Spielbereich sind dafür ein großer Schritt. Sie ermöglichen Kindern mit unterschiedlichen Bedürfnissen, gemeinsam zu spielen, zu lernen und sich zu bewegen.
Auch für die Gesundheitsvorsorge spielt das Freibad eine wichtige Rolle. Schwimmen fördert Bewegung, Ausdauer und Koordination. Gerade in einer Zeit, in der viele Kinder nicht mehr sicher schwimmen können, ist ein gut ausgestattetes und zugängliches Freibad besonders wertvoll.
Ein wichtiger Beitrag zur sozialen Fairness ist die Familiensaisonkarte: Ein einheitlicher Preis – unabhängig von der Anzahl der Kinder – entlastet Familien spürbar und erleichtert die regelmäßige Nutzung des Freibads ohne hohe finanzielle Hürden.
Wir setzen uns dafür ein, dass das Freibad auch in Zukunft Bewegung, Begegnung und Erholung verbindet und ein lebendiger Treffpunkt für die Gemeinde Adendorf bleibt.
Eishalle
Die Adendorfer Eishalle ist ein überregional bekanntes Sport- und Freizeitangebot, das sowohl von Vereinen als auch von vielen Familien genutzt wird. Sie bietet Kindern und Jugendlichen Raum für Bewegung, sportliche Entwicklung und gemeinschaftliche Aktivitäten.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Eishalle weiterhin zuverlässig betrieben wird und ihre Angebote für alle Generationen zugänglich bleiben. Außerdem möchten wir das Freizeitangebot stärken – unter anderem mit mehr Eisdiscos für Kinder und Jugendliche.
Skaterbahn
Trendsportarten wie Scootern, BMX, Skateboard und Inlineskaten sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Die Skateranlage in Adendorf wird intensiv genutzt und ist ein wichtiger Treffpunkt für junge Menschen.
Gleichzeitig ist der Zustand der Anlage seit Jahren unbefriedigend: Sie ist veraltet, teilweise beschädigt und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Auch das Sportentwicklungskonzept der Gemeinde bestätigt den Handlungsbedarf.
Wir setzen uns dafür ein, die Skateranlage schrittweise zu verbessern und aufzuwerten, statt weiter auf eine einzige große Lösung zu warten. Kurzfristige, sichtbare Verbesserungen sollen umgesetzt werden. Fördermittel sollen genutzt werden, um größere Entwicklungsschritte zu ermöglichen. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bleibt dabei zentral.
Sportvereine
Die Sportvereine in der Gemeinde Adendorf – der TSV Adendorf, der TuS Erbstorf und der AEC – bieten ein breites Sport- und Freizeitangebot. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit, Gemeinschaft und Integration.
Wir unterstützen die Vereine weiterhin und setzen uns dafür ein, dass sie gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit erhalten.
Die sportlichen Leistungen der Adendorfer Sportler:innen sollen zeitnah zu Beginn eines neuen Jahres bei einer Sportlerehrung gewürdigt werden.
Naherholung und Grünflächen
Die Naherholungsgebiete in und um Adendorf und Erbstorf haben einen hohen Freizeitwert. Viele Menschen nutzen sie für Spaziergänge, Walking, Joggen, Radfahren oder Inlineskaten. Die Teichaue und der Kirchwald sind zwei bedeutende grüne Oasen.
Wir setzen uns für den Erhalt dieser Gebiete ein. Zugänge, Wege und Treppen sollen saniert und sicher gestaltet werden. Grünanlagen wie Teichaue und Kirchwald müssen regelmäßig gepflegt werden.
Teichaue: Die Teichaue bietet Naturraum und Erholung mitten im Ort. Wir wollen sie behutsam weiterentwickeln und beleben, indem wir die Aufenthaltsqualität stärken – zum Beispiel durch eine naturnahe Unterstandshütte oder einen gemeinschaftlich nutzbaren Grillplatz.
Kirchwald: Der Kirchwald ist ein wertvoller Naherholungsraum, dessen ökologischer Zustand verbessert werden soll. Dazu gehört das Entfernen von Kirschlorbeer, das Zurückschneiden von Efeu und Brombeeren sowie das Reduzieren übermäßiger Ahorne, die andere Bäume verdrängen. Diese Maßnahmen stärken die Artenvielfalt und verbessern die Erholungsfunktion des Waldes.
Friedhof Erbstorf: Der Friedhof in Erbstorf wurde in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, und das Angebot an Begräbnisarten wurde erweitert – ein Vorhaben, das wir aktiv unterstützt haben. Dennoch sehen wir weiterhin Verbesserungsbedarf, insbesondere bei der Pflege sowie in der Gestaltung des am Ende des Friedhofs gelegenen Ablageplatzes, der von den Grabstellen aus sichtbar ist und das Erscheinungsbild beeinträchtigt. Zudem möchten wir anregen, die derzeit großflächig über den Friedhof verteilten Müllsäcke durch ordentliche Abfallbehälter zu ersetzen, da das aktuelle Erscheinungsbild mit den aufgehängten Säcken nicht dem Anspruch eines würdevollen Ortes entspricht. Unser Ziel ist es, dass sich alle Besucherinnen und Besucher auf dem gemeindlichen Friedhof wohlfühlen – ein Ort der Ruhe und des Respekts verdient eine entsprechende Gestaltung.
FEUER- UND KATASTROPHENSCHUTZ
Feuerwehren
Die Freiwilligen Feuerwehren in Adendorf und Erbstorf leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit und den Zusammenhalt in der Gemeinde Adendorf. Dieses Engagement – vom Einsatzdienst über die Kinder- und Jugendfeuerwehr bis hin zur aktiven Gestaltung des Gemeinschaftslebens – verdient Anerkennung und verlässliche Unterstützung.
Wir GRÜNE stehen an der Seite unserer ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer. In den vergangenen Jahren wurde fortlaufend investiert, zuletzt in den Neubau des Feuerwehrhauses in Erbstorf. Auch notwendige Ersatzbeschaffungen und kleinere Anschaffungen von Ausrüstung werden regelmäßig auf den Weg gebracht. Diese Investitionen tragen wir mit – denn Sicherheit sollte nicht vom Kassenstand abhängen.
Besonderen Wert legen wir auf:
- Planungssicherheit für beide Ortswehren, damit Investitionen vorausschauend und effizient umgesetzt werden können.
- Stärkung der Kinder- und Jugendfeuerwehr, um Nachwuchs zu fördern und das Ehrenamt langfristig zu sichern.
§ Gute Rahmenbedingungen für das Ehrenamt, etwa durch moderne Ausstattung, zeitgemäße Ausbildung und Wertschätzung im Alltag.
- Einen leistungsfähigen Feuer- und Katastrophenschutz, der auch auf neue Herausforderungen wie Extremwetterereignisse vorbereitet ist.
Wir begleiten die Arbeit der Feuerwehren weiterhin politisch und setzen uns verlässlich für ihre Anliegen ein – aus Respekt vor ihrem Engagement und aus Verantwortung für die Sicherheit aller Bürger:innen in der Gemeinde Adendorf. Die öffentlichen Feste der Feuerwehren in Erbstorf und Adendorf sind zudem ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Gemeinschaft.
Bevölkerungsschutz
Der Schutz der Bevölkerung ist eine Kernaufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge und beginnt vor Ort – in der Gemeinde. Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass ihre Kommune nicht nur im Alltag funktioniert, sondern auch in Krisen handlungsfähig bleibt. Vor diesem Hintergrund setzen wir uns dafür ein, den Bevölkerungsschutz konsequent zu stärken und als strategische Daueraufgabe in der kommunalen Politik zu verankern. Ziel ist eine Gemeinde, die Risiken erkennt, Vorsorge ernst nimmt und im Ernstfall zuverlässig handelt.
Katastrophenschutz darf nicht als Ausnahmezustand verstanden werden, sondern muss als kontinuierlicher Prozess der Vorbereitung und Organisation gedacht werden. Er umfasst die Vorbereitung auf und die Bewältigung außergewöhnlicher Schadenslagen und erfordert ein abgestimmtes Zusammenwirken vieler Akteure. Deshalb fordern wir klare Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung sowie eine regelmäßige politische Befassung mit Risiken und Vorsorgemaßnahmen. Sicherheit und Krisenvorsorge gehören in den Mittelpunkt kommunaler Verantwortung.
Grundlage eines funktionierenden Bevölkerungsschutzes ist eine systematische Risikoanalyse. Nur wenn Gefährdungen wie extreme Wetterlagen, Stromausfälle oder Versorgungsstörungen transparent bewertet werden, können daraus wirksame Maßnahmen abgeleitet werden. Wir setzen uns daher für verbindliche Risikoanalysen und darauf aufbauende Notfall- und Einsatzplanungen ein, die regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden. Ebenso notwendig ist der Aufbau leistungsfähiger Krisenstrukturen in der Verwaltung. Ein einsatzfähiger Krisenstab, klare Alarmierungswege und geschultes Personal gewährleisten, dass Entscheidungen auch unter Belastung schnell und koordiniert getroffen werden können.
Ein zentraler Bestandteil des Bevölkerungsschutzes ist eine starke Feuerwehr und ehrenamtliches Engagement. Nur mit gut ausgebildeten und motivierten Einsatzkräften sowie einer guten Ausstattung ist Sicherheit vor Ort möglich. Gleichzeitig ist die enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis, den Hilfsorganisationen und weiteren Partnern auszubauen. Katastrophenschutz ist immer Gemeinschaftsaufgabe – nur durch abgestimmtes Handeln entsteht echte Einsatzfähigkeit.
Neben den institutionellen Strukturen kommt der Information der Bevölkerung eine entscheidende Rolle zu. Im Krisenfall müssen Warnungen und Informationen schnell, verständlich und zuverlässig erfolgen. Dafür braucht es moderne, redundante Kommunikationswege sowie klare Strategien der Krisenkommunikation. Gleichzeitig wollen wir die Bürgerinnen und Bürger stärker einbinden und ihre Selbsthilfefähigkeit fördern. Denn staatliche Hilfe kann nicht jederzeit und überall gleichzeitig sein. Eigenvorsorge und nachbarschaftlicher Zusammenhalt sind wichtige Bausteine eines funktionierenden Bevölkerungsschutzes.
Kritische Infrastrukturen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sicherung kritischer Infrastrukturen wie Strom-, Wasser- und Kommunikationsversorgung. Hier braucht es klare Analysen, Notfallkonzepte und Strategien zur Aufrechterhaltung zentraler Dienstleistungen, auch unter erschwerten Bedingungen.
Unser Ziel ist eine Gemeinde, die vorbereitet ist, verantwortungsvoll handelt und ihre Bürgerinnen und Bürger schützt – ohne sie aus der Verantwortung zu entlassen. Bevölkerungsschutz ist eine gemeinsame Aufgabe von Staat und Gesellschaft. Wir setzen uns dafür ein, ihn verbindlicher zu machen, besser auszustatten und langfristig strategisch auszurichten. Denn Sicherheit, Vertrauen und Lebensqualität entstehen dort, wo Vorsorge ernst genommen wird.
WIRTSCHAFT UND FINANZEN
Wir stehen für eine Finanzpolitik, die langfristig trägt. Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Darum müssen Entscheidungen gut abgewogen und Investitionen vorausschauend geplant werden. Ziel ist: wichtige Zukunftsaufgaben möglich machen, ohne die Handlungsfähigkeit der Gemeinde Adendorf dauerhaft einzuschränken.
Betriebe vor Ort stärken
Adendorf hat viele leistungsfähige mittelständische Betriebe. Sie schaffen sichere und qualifizierte Arbeitsplätze. Das ist eine Stärke unserer Gemeinde. Damit das so bleibt, wollen wir den Austausch zwischen Gemeinde und Wirtschaft intensivieren. Wir möchten regelmäßig klären: Wo gibt es Hindernisse? Wo fehlen Flächen oder Infrastruktur? Welche Potenziale können wir besser nutzen? Eine starke lokale Wirtschaft sichert Arbeitsplätze, stabilisiert Einnahmen und schafft Spielräume für wichtige Aufgaben.
Das in der Entwurfsplanung befindliche Gewerbegebiet zwischen Papageienweg und Elba soll nach langjähriger Verzögerung endlich zügig vorangebracht werden.
Haushalt im Blick behalten – ehrlich priorisieren
Gleichzeitig sehen wir die finanzielle Entwicklung mit Sorge. In den letzten Jahren haben große Projekte den Haushalt stark belastet. Dazu zählen unter anderem die Sanierung des Freibads, die Sport-Kita und die Bewegungshalle. Haushalte konnten teilweise nur durch Grundstücksverkäufe ausgeglichen werden. Diese Möglichkeit wird künftig deutlich kleiner.
In den kommenden Jahren stehen weitere große Aufgaben an: Grundschule, Kitas, Straßen, Feuerwehrfahrzeuge sowie die energetische Sanierung gemeindeeigener Gebäude. Dazu kommen laufende Belastungen durch Kredite, Zinsen und Tilgung.
Darum ist für uns klar: Es braucht eine ehrliche Prioritätensetzung und eine realistische Haushaltsplanung. Wir wollen Investitionen so auswählen, dass sie im Alltag spürbar helfen – und dass sie langfristig finanzierbar bleiben.
Besser planen und bauen – kommunale Baugesellschaft prüfen
Wir setzen uns dafür ein, die Gründung einer gemeindeeigenen Baugesellschaft weiterzuverfolgen. Sie könnte Investitionen und Instandhaltung langfristig planen, finanzieren und professionell steuern. Auch sozialer und bezahlbarer Wohnraum sollte nach Möglichkeit in kommunaler Hand bleiben, damit die Gemeinde Adendorf Gestaltungsspielräume behält. Eine Baugesellschaft kann außerdem helfen, Projekte wie Schulbau, Kita-Neubauten oder Sanierungen effizienter umzusetzen.
Faire Kostenverteilung bei öffentlichen Einrichtungen
Adendorf ist mit Freibad, Eishalle und weiteren Angeboten eine attraktive Gemeinde im Landkreis Lüneburg. Diese Einrichtungen verursachen laufende Betriebs- und Instandhaltungskosten. Sie werden aber auch von Menschen aus anderen Gemeinden genutzt. Deshalb wollen wir prüfen, wie Nutzer:innen von außerhalb oder auch der Landkreis künftig stärker an diesen Kosten beteiligt werden können.
Nachhaltig investieren – langfristig Kosten senken
Notwendige Investitionen dürfen nicht verschoben werden – besonders dann nicht, wenn sie Energie sparen, das Klima schützen und dauerhaft Kosten senken. Energetische Sanierungen an gemeindeeigenen Gebäuden gehören für uns dazu. Nachhaltige Investitionen sind Investitionen in die Zukunft der Gemeinde Adendorf.
Unser Anspruch: Verantwortung, Augenmaß und Weitblick – ehrlich gegenüber den Bürger:innen und verlässlich für kommende Generationen.
DIE GRÜNEN KANDIDAT:INNEN FÜR ADENDORF
1. Matthias Harms, 49 Jahre, Gebietsleiter Personalmanagement
2. Bärbel Sasse, 64 Jahre, Angestellte
3. Karl-Heinz Zcernikow, 56 Jahre, IT-Service Manager
4. Jasmin Lange, 40 Jahre, Ingenieurin Offshore Windenergie
5. Maren Sowa, 31 Jahre, Juristin
6. Ute Simkes, 63 Jahre, Diplom Sozialpädagogin
7. Marianne Draeger, 62 Jahre, Kfm. Angestellte
8. Götz Draeger, 64 Jahre, Verwaltungsfachgestellter
9. Tjark Fabienke, 28 Jahre, Erzieher
10. Marlies Gensow, 65 Jahre, Erzieherin
11. Andreas Raabe, 49 Jahre, Rechtsanwalt
12. Ulrich Sauke-Gensow, Dipl.-Ing. Maschinenbau
13. Britta Wolgast, 55 Jahre, Lehrerin
14. Marina Tiede, 40 Jahre, Ärztin
15. Egon Leopold, 64 Jahre, Erzieher
16. Christoph Lankheit, 71 Jahre, Diplom-Betriebswirt
17. Peter Bollmann, Dipl.-Ing. Druckereitechnik
Artikel kommentieren